Was bringen Apps gegen Adipositas?


Leider wenig Effekt
Was bringen Apps gegen Adipositas?
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Abnehmen bei Adipositas ist schwer – auch wenn es viele gesundheitlichen Vorteile bringt. Viele Apps versprechen, bei der Gewichtsreduktion zu helfen. Doch nützen Sie wirklich etwas?

DiGAs gegen Adipositas

Gesundheits-Apps gibt es inzwischen unzählige. Einige davon sind so vielversprechend, dass die Krankenkassen die Kosten dafür übernehmen. Voraussetzung ist, dass sie in einer Studie ihre Wirksamkeit nachweisen konnten und vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte anerkannt sind. Dann heißen die Apps „Digitale Gesundheitsanwendungen“ (DiGAs) und dürfen von der Ärzt*in verordnet werden. Zwei solcher DiGas versprechen, Menschen mit Adipositas beim Abnehmen zu helfen.

Kein nachhaltiger Erfolg durch Abnehm-Apps

Abnehm-Apps setzen meist beim Verhalten, der Ernährung und Bewegung an. Sie haben also das Ziel, den Lebensstil der Erkrankten dauerhaft zu verändern. Das soll zum Beispiel über interaktive Lerninhalte und das Festlegen von konkreten Zielen gelingen. Das Wissenschaftsnetzwerk Cochrane hat die Studien zu den Apps nun noch einmal gründlich geprüft. Cochrane wollte zum Beispiel wissen, ob die Apps nachhaltig einen positiven Einfluss auf gesundheitliche Parameter wie den BMI, die körperliche Aktivität und die Lebensqualität haben. Beim Sichten von 18 Studien wurde aber klar, dass die Apps keinen nennenswerten Effekt hatten. Für den Erfolg bei Jugendlichen oder einen Langzeiterfolg gibt es darüber hinaus nur wenige oder keine Untersuchungen.

Zukunft geht Richtung Personalisierung

Auch mit einer App scheint ein dauerhafter Gewichtsverlust mühsam zu sein. Das zeigt sich auch daran, dass jede fünfte Nutzer*in die App-Nutzung frühzeitig abbricht. Die Forschenden weisen aber dennoch darauf hin, dass eine Abnehm-App eine sinnvolle Begleitmaßnahme zu einer Adipositas-Therapie sein könnte. Spannend bleibt auch, ob technische Weiterentwicklungen die Ergebnisse verbessern können, zum Beispiel durch eine stärkere Personalisierung.

Quelle:wissenwaswirkt.org

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