Was tun bei Schwangerschaftsübelkeit?


Diese Medikamente sind geeignet
Was tun bei Schwangerschaftsübelkeit?
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Übelkeit und Erbrechen sind für viele Schwangere eine große Belastung. Medikamente nehmen die meisten Schwangeren trotzdem nicht ein - aus Angst vor Nebenwirkungen für das Kind. Dabei gibt es geprüfte Arzneimittel speziell für Schwangere.

Keine Scheu vor Medikamenten

Übelkeit und Erbrechen treffen in der Schwangerschaft jede 2. Frau. Vor allem im 1. Trimenon (Schwangerschaftsdrittel) ist die Schwangerschaftsübelkeit für viele kaum auszuhalten. Abhilfe versprechen speziell auf Schwangere abgestimmte Medikamente.

Vor dem Gang in die Apotheke lohnt sich allerdings ein Beratungsgespräch bei der Frauenärzt*in. Viele Präparate sind nämlich rezeptpflichtig. Außerdem kann die Ärzt*in die Beschwerden einschätzen und eingreifen, wenn die die Selbsttherapie nicht ausreicht. In sehr seltenen Fällen führt Schwangerschaftserbrechen nämlich zu lebensbedrohlichem Wasser- und Elektrolytverlust, der im Krankenhaus behandelt werden muss.

Kapseln oder Tabletten?

Für die viel häufigere harmlose Übelkeit gibt es sichere Medikamente, um die Beschwerden zu lindern. Das Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie der Berliner Charité weiß, welche Wirkstoffe auch für Schwangere unbedenklich sind: Gut geeignet sind zum Beispiel Medikamente aus der Wirkstoffgruppe der Antihistaminika. Diese Wirkstoffe sind auch in vielen Tabletten gegen Allergien oder auch in Schlafmitteln enthalten. Seit 30 Jahren eingesetzt wird zum Beispiel die Kombination aus Doxylamin mit Pyridoxin (Vitamin B6). In Deutschland ist Doxylamin mit Pyridoxin unter dem Namen Xonvea© oder Cariban© zu kaufen. Die Präparate gibt es sowohl als Tabletten oder Kapseln. Neben Antihistaminika ist auch Pyridoxin alleine – jedoch maximal 80 Milligramm pro Tag - oder Ingwer einen Versuch allemal wert.

Kein „Tablettentausch“!

Doch Vorsicht: Schwangere sollten nur Medikamente mit Doxylamin einnehmen, die auch für Schwangerschaftsübelkeit zugelassen sind. Allergietabletten oder Schlafmittel mit Doxylamin enthalten oft höhere Dosierungen und könnten deshalb zu Nebenwirkungen führen.

Quellen: Deutsche Apotheker Zeitung, Embryotox zu Schwangerschaftsübelkeit und Vitamin B6

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