So halten Gelenkprothesen möglichst lange


So halten Gelenkprothesen möglichst lange
Jacob Lund/Shutterstock.com

Sechs von zehn Hüftprothesen halten laut einer Studie von 2019 mindestens 25 Jahre. Entscheidend für die Lebensdauer von künstlichen Gelenken sind aber nicht nur das Material und die OP-Technik – sondern vor allem der Lebensstil der Patient*innen.

Schonen ist kontraproduktiv

Für viele Patient*innen ist die Entscheidung für ein neues Hüft- oder Kniegelenk ein großer Schritt. Damit verbunden ist auch der Wunsch, dass die Prothese möglichst lange hält. Wer glaubt, seine Prothese durch wenig Bewegung zu schonen, irrt aber. Carsten Perka von der Deutschen Gesellschaft für Endoprothetik bringt es auf den Punkt: „Während wir früher Wechseloperationen wegen Überlastung der Endoprothesen durchgeführt haben, ist heute immer mehr eine verminderte körperliche Aktivität der Grund.“

Fitness entscheidend

Statt sich zu schonen, sollten Menschen mit Prothesen lieber regelmäßig trainieren - am besten täglich. Denn nur starke Muskeln, Bänder und Sehnen können das Gelenk stabil an seinem Platz halten und so Luxationen („Auskugelungen“) vermeiden. Zudem steigt mit abnehmender Fitness die Sturzgefahr. Beides – also Luxationen und Stürze – sind echter Stress für das neue Gelenk. Hinzu kommt: Wer sich wenig bewegt, nimmt häufig auch zu. Das überflüssige Gewicht wird hauptsächlich von den Gelenken getragen, es kommt zu einem schnelleren Verschleiß.

Natürlicher Muskelabbau

Damit die Muskeln kräftig bleiben, müssen sich ältere Menschen etwas mehr anstrengen als in jungen Jahren. Denn ohne Training nimmt die Muskelmasse kontinuierlich ab und wandelt sich in Fett um. Bis zu 50 Prozent der ursprünglichen Muskeln verliert man deswegen zwischen dem 30. und 50 Lebensjahr, wenn man nicht gegensteuert. Prothesenträger*innen trainieren im besten Fall nicht nur Kraft, sondern auch Ausdauer, Koordination und Beweglichkeit. Damit die Muskelmasse zunimmt, sollten ältere Menschen außerdem genug Eiweiß zu sich nehmen. Denn auch davon brauchen sie im Vergleich zu jüngeren Menschen mehr, um Muskeln aufzubauen.

Quelle: Internisten im Netz

Wir sind zertifiziert

News

Was kann der Reishi-Pilz?
Was kann der Reishi-Pilz?

Vom Baum in die Kapsel

Immer wieder geistern neue Ernährungstrends durch das Internet. Momentan ist der Reishi-Pilz in aller Munde. Als Pulver oder Extrakt soll er z. B. den Blutzucker bei Diabetes senken und Krebs bekämpfen. Stimmt das?   mehr

Stillen reduziert Blutkrebs-Risiko
Kind wird an der Mutterbrust gestillt.

Baby an die Brust!

Krebs ist bei Kindern zum Glück selten. Wenn sie aber daran erkranken, entwickeln sie häufig eine Leukämie. Diesem Blutkrebs kann offenbar mit Stillen vorgebeugt werden.   mehr

Was man zu B12-Mangel wissen sollte
Frau mit Konzentrationsproblemen hinter ihrem Computer. Dem kann auch ein Vitaminmangel zugrunde liegen.

Mehr als schlapp und müde

Ein Vitamin-B12-Mangel betrifft nur Menschen, die sich vegan ernähren? Und mit einem Präparat aus dem Supermarkt ist schnell wieder alles in Ordnung? Hier sind Fakten, die Schluss mit Mythen um den Vitamin B12-Mangel machen.   mehr

Sport gegen Depression?
Sport gegen Depression?

Bewegung scheint zu helfen

Viele kennen es aus dem Alltag: Nach dem Sport kommt man auf bessere Gedanken. Doch funktioniert das auch bei Depressionen?   mehr

Gichttherapie schützt das Herz
Gichttherapie schützt das Herz

Runter mit der Harnsäure!

Wer seine Gicht-Medikamente regelmäßig einnimmt, profitiert doppelt. Denn niedrige Harnsäurewerte schützen nicht nur vor einem schmerzhaften Gichtanfall. Auch die Gefahr für Herzinfarkt oder Schlaganfall sinkt dadurch.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Damberg-Apotheke
Inhaber Sebastian Janicki
Telefon 02385/82 50
Fax 02385/64 05
E-Mail damberg-apotheke@t-online.de