FFP2-Masken im Warentest


Sitzt und schützt
FFP2-Masken im Warentest
Andrey_Popov/shutterstock.com

FFP2-Masken schützen vor einer Coronainfektion. Allerdings nur, wenn sie richtig sitzen. Wie es mit Passform, Filterwirkung und Atemkomfort einzelner Masken aussieht, hat Stiftung Warentest geprüft.

Hauptsache dicht

Steht man ohne Maske nur fünf Minuten in der Atemluft eines ebenfalls maskenlosen Corona-Infizierten, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, sich mit Covid-19 anzustecken. Mit Maske kann man dieses Risiko deutlich reduzieren: Tragen eine nicht-infizierte und eine infizierte Person eine gutsitzende FFP2-Maske, beträgt das Ansteckungsrisiko nach zwanzigminütigem Kontakt selbst bei kurzer Distanz nur etwa 0,1%. Bei schlechtsitzenden Masken steigt es allerdings auf 4 %, so Untersuchungen des Göttinger Max-Planck-Instituts.

Doch nicht alle FFP2-Masken haben die gleiche Qualität, wie Stiftung Warentest bei der Untersuchung von insgesamt 20 Masken herausgefunden hat. Zwar hielten alle geprüften Masken im Labortest mindestens 99 % der Aerosolpartikel zurück und entsprachen damit der verlangten Norm. Weniger gut sah das Ergebnis aber bei den weiteren Prüfkriterien aus.

Unter einigen Masken war der Atemkomfort gering, d.h., die Tester*innen bekamen darunter weniger Luft. Besonders leicht fiel das Atmen unter den Modellen Aura 9320+ von 3M, FFP2 NR D 2400+ Classic von Moldex und FFP2 NR D X-Plore 1720 C von Dräger.

Testsieger mit guter Passform

Andere Masken hatten eine schlechte Passform und ließen durch mangelhaft anliegende Maskenränder mehr Aerosole entweichen als die Norm erlaubt. Gut saßen die vier Testsieger: FFP2 Partikelfiltrierende Halbmaske NR LP2 von Lindenpartner, Aura 9320+ von 3M, FFP2 NR D 2400+ Classic von Moldex, FFP2 NR silv-Air lite 4200 von Uvex. Letztere bot mit 67 Cent pro Stück zudem das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Wie die einzelnen 20 Masken in den jeweiligen Disziplinen abschnitten, lässt sich dem aktuellen Test entnehmen.

Ob eine Maske dicht genug sitzt, kann man einfach prüfen: Beim Ausatmen bläst sie sich auf, beim Einatmen zieht sie sich zusammen. Verbessern lässt sich der Sitz einer Maske mit der geschickten Formung des Metallbügels am oberen Rand. Biegt man diesen vor dem Aufsetzen zu einem abgerundeten „W“, kann man die Maske besser an die Gesichtsform anpassen.

Latex sollte deklariert werden

Nennenswerte Schadstoffe konnte Stiftung Warentest in keiner der Masken nachweisen. Manche hatten allerdings Ohrschlaufen oder Kopfbänder mit Latexproteinen. Das Risiko für Hautausschläge in diesen Fällen wird nur als gering eingeschätzt. Trotzdem empfiehlt Stiftung Warentest Latexallergiker*innen, latexfreie Masken zu verwenden. Bemängelt wird deshalb, dass der Latexgehalt nicht bei allen betroffenen Masken ausgewiesen wird.

Quellen: Stiftung Warentest, PNAS

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