Schluss mit Einnässen


Blasentraining mit Wecksystemen
Schluss mit Einnässen

Wenn das Kind nachts einnässt, ist das für Eltern oft belastend. Ständiges Waschen, Bettwäschewechseln und unruhige Nächte zehren an den Nerven. Wecksysteme versprechen eine Heilung in wenigen Wochen. Doch für wen sind sie geeignet und wie werden sie angewendet?

„Pipi machen“ will gelernt sein

Bis zu einem Alter von 5 Jahren ist Einnässen ganz normal und kein Grund zur Sorge, denn die Kontrolle über die Blase entwickelt sich langsam. Schaffen es ältere Kinder aber öfter als einmal im Monat nicht rechtzeitig zur Toilette und hält der Zustand über ein Viertel Jahr an, sprechen Ärzt*innen von einer „Enuresis nocturna“. Oft helfen dann spezielle Wecksysteme, das Problem in den Griff zu bekommen. Diese wecken das Kind durch einen lauten Ton, sobald die Unterhose nass wird. Mit der Zeit lernt das Kind, die volle Blase selbst – also vor dem Einnässen -  wahrzunehmen.

Erst Diagnose, dann Therapie

Erster Ansprechpartner bei nächtlichem Einnässen ist die Kinderärzt*in. Sie geht durch eine ausführliche Untersuchung der Ursache auf den Grund. Denn nicht immer sind nächtliche Wecksysteme sinnvoll, etwa bei einer fehlgebildeten Blase oder einer gestörten Blasenfunktion. Kindern ohne zugrunde liegende Erkrankung helfen oft auch schon einfache Maßnahmen, wie eine Änderung des Trinkverhaltens oder das Führen eines „Pipi-Tagebuchs“.

Richtige Anwendung der Wecksysteme

Führt das nicht zum Erfolg geführt, sind Wecksysteme das Mittel der Wahl. Diese Tipps helfen bei der richtigen Anwendung:

  • Das Wecksystem muss jede Nacht angewendet werden. Erst wenn das Kind 14 Nächte hintereinander nicht eingenässt hat, ist die Therapie beendet. Das dauert meistens 10 Wochen.
  • Falls das Kind von dem Wecksignal nicht aufwacht, springen am besten die Eltern ein und wecken das Kind.
  • In ungefähr 15 – 30 % der Fälle kommt es innerhalb der ersten 6 Monate zu einem Rückfall. Oft lohnt es sich, das Wecksystem erneut einzusetzen.
  •  Zeigt sich nach 6 – 8 Wochen keine Veränderung, ist das Wecksystem wahrscheinlich nicht für Ihr Kind geeignet. Hier hilft es, erneut Rücksprache mit der Ärzt*in zu halten.

Quellen: Cochrane bloggt auf deutsch, AWMF Leitlinie

Wir sind zertifiziert

News

Aktivkohle: Wunderwaffe bei Vergiftungen?
Aktivkohle: Wunderwaffe bei Vergiftungen?

Wann der Einsatz sinnvoll ist

Aktivkohle gilt als Alleskönner bei Vergiftungen. Doch bei der Anwendung gibt es Einiges zu beachten.   mehr

Kurzvideos: schlecht fürs Gedächtnis
Kurzvideos: schlecht fürs Gedächtnis

Folgen des Dauerscrollens

Kurzvideoplattformen wie Tiktok und Co sind beliebt. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene verbringen oft täglich Stunden mit dem Betrachten der kurzen Clips. Doch was stellt die endlose Abfolge schneller Bilder mit Gehirn und Psyche an?   mehr

Semaglutid jetzt als Tablette
Semaglutid jetzt als Tablette

Alternative bei Spritzenangst

Semaglutid zum Abnehmen gibt es jetzt auch als Tablette – eine Alternative für alle, die wegen der Spritze zögern. Wie die Pille wirkt, wer sie nehmen darf und worauf es bei der Einnahme ankommt.   mehr

Schwangerschaft verändert die Augen
Schwangerschaft verändert die Augen

Trockene Augen, Kurzsichtigkeit

Unscharfes Sehen, trockene Augen oder plötzlich schlecht sitzende Kontaktlinsen: Eine Schwangerschaft kann auch die Augen verändern. Bestimmte Sehstörungen sollten werdende Mütter jernst nehmen und ärztlich abklären lassen.   mehr

Vitamin D senkt Krebssterberate
Vitamin D senkt Krebssterberate

Nicht nur Knochenschutz

Vitamin D schützt nicht nur vor Osteoporose. Es verhindert auch Krebstodesfälle. Wieviele das bei einer Anreicherung von Lebensmitteln mit Vitamin D wären, hat das Deutsche Krebsforschungszentrum vorgerechnet.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Damberg-Apotheke
Inhaber Sebastian Janicki
Telefon 02385/82 50
Fax 02385/64 05
E-Mail damberg-apotheke@t-online.de