Sichere Arzneimitteltherapie


Anspruch auf Medikationsplan?
Sichere Arzneimitteltherapie

Patienten, die fünf oder mehr Arzneimittel gleichzeitig einnehmen, sollen zukünftig einen gesetzlichen Anspruch auf einen Medikationsplan erhalten. Dabei handelt es sich um eine Aufstellung aller individuell benötigten Arzneimittel mit den relevanten Einnahmehinweisen und Wechselwirkungen. Die komplette Aufstellung wird auf der elektronischen Gesundheitskarte gespeichert. Der Anspruch auf einen Medikationsplan ist in einem Referentenentwurf zum E-Health-Gesetz vorgesehen, der vor wenigen Tagen öffentlich bekannt wurde. Ziel ist es, den Nutzwert der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) zu erhöhen.

Alle Arzneimittel auf einem Blick

Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) begrüßt die Pläne des Bundesgesundheitsministeriums, Patienten einen gesetzlichen Anspruch auf einen bundeseinheitlichen Medikationsplan einzuräumen, wenn sie fünf oder mehr Medikamente einnehmen. Auf dem Medikationsplan sind alle sowohl von Ärzten verordneten als auch aus der Selbstmedikation stammenden Arzneimittel vermerkt, inklusive Einnahmehinweisen und drohenden Wechselwirkungen. Der Patient erhält seinen Medikationsplan in Schriftform. Er kann dort seine aktuellen Arzneimittel samt Einnahmevorschriften nachlesen und nimmt den Medikationsplan zum Arztbesuch und zum Besuch in der Apotheke zwecks Aktualisierung mit. Der Medikationsplan soll die Sicherheit der Arzneimitteltherapie erhöhen. Ärzte und Apotheker können sich am Medikationsplan orientieren, bevor sie ein neues Arzneimittel an den Patienten hinausgeben oder die bestehende Medikation optimieren. Zudem dient der Medikationsplan als Beratungsgrundlage für Patientengespräche. 

Modellprojekte gestartet

„Ein konsequent geführter Medikationsplan ist eine entscheidende Voraussetzung für ein systematisches Medikationsmanagement, bei dem gefährliche Wechselwirkungen von Medikamenten verhindert werden können“, betont Friedemann Schmidt, Präsident der ABDA. „Insofern begrüßen wir grundsätzlich den Vorstoß zu einem E-Health-Gesetz und die damit verbundene Absicht, die Vernetzung zwischen den Akteuren im Gesundheitswesen voranzutreiben. Es ist gut, dass die Apothekerschaft in die Erarbeitung des einheitlichen Medikationsplans klar eingebunden wird. Allerdings wird es jetzt sehr darauf ankommen, die relativ abstrakten Formulierungen im Gesetzentwurf in eine für Patienten und Heilberufe praktikable Umsetzung zu bringen.“

Die Einführung des Medikationsplans erproben derzeit die drei Modellregionen Thüringen, Sachsen und Nordbayern. Darüber hinaus gibt es ein vom Land Rheinland-Pfalz gefördertes Projekt. Die Projekte starten zwischen November 2014 und Januar 2015 und haben eine Laufzeit von zwei Jahren.

Wir sind zertifiziert

News

Vitamin-A-Mangel vorbeugen
Mutter und Kind mit frisch geernteter Karotte. Bei aller Begeisterung für Veganismus dürfen gerade bei Kindern die Vitamine nicht vergessen werden.

Für Schwangere und Veganer*innen

Wer regelmäßig Milchprodukte, Eier und Fleisch isst, braucht sich um seinen Vitamin-A-Haushalt keine Gedanken zu machen. Doch wie sieht das bei veganer Ernährung aus? Und was müssen Schwangere beachten?   mehr

Blut spenden hilft allen

Frau sitzt in einem Sessel und spendet Blut.

Mangelware Blut

Ob bei einer Operation, bei Geburtskomplikationen oder einem schweren Unfall -Bluttransfusionen können Leben retten. Damit genügend davon zur Verfügung steht, müssen Gesunde Blut spenden. Doch wer ist dafür geeignet, und was muss man darüber wissen?   mehr

Schlaf: Nicht zu kurz und nicht zu lang
Schlaf: Nicht zu kurz und nicht zu lang

Die Mitte macht´s

Viel hilft viel? Das gilt offenbar nicht beim Thema Schlaf. Denn nicht nur zu wenig Schlaf scheint Menschen schneller altern zu lassen. Das gleiche gilt wohl auch für zu viel Schlaf.   mehr

Hitze bedroht Gehirn und Nerven
Hitze bedroht Gehirn und Nerven

Von Schlaganfall bis Delir

Sommerliche Wärme wird von vielen Menschen als angenehm empfunden. Doch anhaltende Hitze und tropische Nächte können ernsthafte gesundheitliche Folgen haben – insbesondere für das Gehirn.   mehr

Wie viel Schreien ist normal?
Wie viel Schreien ist normal?

Quälende Säuglingskoliken

Viele Eltern kennen die Situation: Das Baby ist satt, frisch gewickelt und gesund – und schreit trotzdem über Stunden. Gerade in den ersten Lebensmonaten können sogenannte Säuglingskoliken Familien an ihre Belastungsgrenzen bringen. Was ist normal und wann muss das Schreien abgeklärt werden?   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Damberg-Apotheke
Inhaber Sebastian Janicki
Telefon 02385/82 50
Fax 02385/64 05
E-Mail damberg-apotheke@t-online.de